Wlan Repeater Test: Netgear WN1000RP

Netgear WN1000RP Wlan RepeaterHeute möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Netgear WN1000RP mitteilen. Nach einigen Tagen mit diesem Repeater ist es an der Zeit für einen Wlan Repeater Test Artikel. Die Ausgangslage und Gegebenheiten bei mir zu Hause ist für jeden Repeater eine Herausforderung: Es soll die untere Etage meiner Wohnung mit stabilem Wlan versorgt werden. Dabei muss eine Stahlbetondecke überwunden werden und das Treppenhaus ist von meinem Router aus am anderen Ende der Wohnung. Wie der Repeater sich dabei geschlagen hat erfahrt ihr hier.

Verpackung und Design

Doch Beginnen wir den Wlan Repeater Test mit Äußerlichkeiten. Der Netgear WN1000RP kommt in einer durchsichtigen Blisterverpackung daher. Ich persönlich mag Blister-Verpackungen nicht, da diese meist schwer zu öffnen und nicht wiederverwendbar sind. Ersteres trifft auf den Netgear-Repeater nicht zu. Durch eine Perforation lässt sich die Verpackung leicht öffnen. Wiederverwenden (z.B. falls man das Gerät zurückschicken oder verkaufen will) lässt sich die Verpackung nicht – schade.

Zum Lieferumfang des Repeaters gehören:

  • Der Wlan Repeater Netgear WN1000RP
  • Ein kleines gedrucktes Handbuch
  • Ein Ausdruck der GNU General Public Licence und eine Konformitätserklärung mit verschiedenen Richtlinien

Der Repeater selbst ist eine kleines, weißes Gerät mit Hochglanzfinish. Die Form entspricht einem Steckernetzteil mit einer Kantenlänge von (67 mm x 55 mm x 34 mm) – ohne den Stecker. An der linken Seite des Gerätes befindet sich ein Knopf zum Ein- und Ausschalten des Gerätes und ein weiterer Knopf für die Einrichtung mittels WPS (Wifi Protected Setup). An der Unterseite ist hinter einem Loch ein Knopf für einen Werksreset versteckt – sehr lobenswert! Die Front des Gerätes zieren drei LEDs. Die oberste signalisiert die Qualität der Verbindung zum Router in drei Stufen (grün = gut, orange = mittel, rot = schlecht). Darunter befindet sich eine LED die den Status des Gerätes anzeigt (leuchtet wenn eingeschaltet) und die unterste LED signalisiert Datenaustausch (leuchtet wenn Datenpakete ausgetauscht werden).

Inbetriebnahme des Repeaters

Will man den Repeater mit dem eigenen Wlan verbinden, hat man zwei zwei Möglichkeiten:

1. Man nutzt das komfortable WPS, oder
2. Man richtet den Repeater über ein Webinterface ein

beides habe ich ausprobiert und will euch darüber in diesem Wlan Repeater Test berichten. Solange die Voraussetzungen stimmen (dazu später mehr) führen beide Wege zum Ziel.

Den Repeater mittels WPS konfigurieren

WN1000RP OnOff und WPS SchalterDas Wifi Protected Setup (kurz WPS) ist ein Standard, der den Aufbau von drahtlosen Heimnetzwerken vereinfachen soll. Der WN1000RP unterstützt die WPS-Push-Button-Methode – das heißt, am Router und am Repeater müssen ungefähr zeitgleich die Knöpfe für den WPS Einrichtungsvorgang gedrückt werden. Nachdem man also den WPS-Vorgang am Router gestartet hat, schaltet man den Repeater ein und drückt an diesem den WPS-Knopf. Der Repeater wird nun automatisch das richtige Wlan und den richtigen Schlüßel für dieses Netz ermitteln und eine Verbindung herstellen. Weitere Schritte sind nicht erforderlich. Wenn alles geklappt hat, leuchtet anschließend die oberste LED orange oder grün.

Der Repeater hat nun ein eigenes Netzwerk aufgemacht mit dem Namen NameIhresWlans_EXT – der Netzwerkschlüßel ist identisch zu dem eures „normalen“ Wlans.

Hinweis: einige Router haben keinen Knopf für die WPS-Push-Button-Methode, unterstützen diese aber trotzdem. Schaut hier einfach mal im Webinterface eures Routers, ob ihr dort eine WPS-Option findet.


Die Einrichtung über das Webinterface

Unterstützt der eigene Router kein WPS oder führte die Einrichtung mittels WPS nicht zum Erfolg, dann bleibt nur die Einrichtung mittels eines Webinterface. Nach dem Einschalten des Repeaters wird dieser ein Wlan mit den Namen NETGEAR_EXT erstellen. Zu diesem verbindet man sich und ruft anschließend im Browser des verbundenen PCs die Webseite www.mywifiextn.net auf. Nun landet man im Webinterface des Repeaters. Nachfolgend habe ich den Einrichtungsvorgang einmal in Bildern zusammen gefasst.

Probleme auf die ich bei der Einrichtung stieß

Die Einrichtung klappte zunächst nicht mit meiner Fritz!Box. WPS konnte keine Verbindung herstellen, die Suche nach Funknetzwerken im Webinterface fand mein Wlan nicht und auch die manuelle Einrichtung führte nicht zum gewünschten Ergebnis. Es hat ein wenig gedauert, biss ich die Ursache gefunden habe…

Die Fritz!Box – und bestimmt auch andere Router – bieten die Option Kanäle überhalb des Kanals 11 zu Nutzen. Damit kommt der WN1000RP allerdings nicht klar – er findet einfach keine Wlans, die die Kanäle 12 und 13 mitnutzen. Nach dem deaktivieren dieser Option (In der Fritzbox unter Wlan -> Funkkanal -> [] WLAN-Autokanal inklusive Kanal 12/13) klappte auch das Zusammenspiel meiner Fritz!Box mit dem Netgear Repeater. Das zu diesem Sachverhalt allerdings kein Hinweis im Handbuch zu finden war, finde ich schlecht – die Fehlersuche war unnötig kompliziert und ich ging zeitweise davon aus, dass der Repeater eine Fehlfunktion hat.

Fritzbox WPS erfolgreich

Leider schränkt man die Anzahl möglicher Kanäle für die Fritz!Box dadurch ein. Bei mir ist es nun z.B. der Fall das mein Wlan auf den Kanälen eines Nachbarwlans mitfunkt. Qualität und Übertragungsraten des Wlans sind dadurch leicht eingebrochen.

Der WN1000RP im Einsatz

Zu einem Wlan Repeater Test gehören natürlich auch einige Angaben zur Übertragungsraten und Co. Einmal in Betrieb genommen und einen guten Standort gefunden, schafft es der WN1000RP tatsächlich die Qualität der Funknetzwerkverbindung zu verbessern. An Orten, wo vorher mit Müh‘ und Not gerade einmal ein Mbit/s übertragen werden konnte und die Verbindung häufiger abriss, sind nun ca. fünf MBit und eine stabile Verbindung möglich. Ich habe einige Messungen durchgeführt, deren Ergebnis ich euch kurz darstellen möchte:

WN1000RP Übertragungsraten Test


Der WN1000RP schafft es die Verbindung im Untergeschoss meiner Wohnung mit dem Faktor fünf zu beschleunigen – eine ganz gute Leistung. Das die Übertragungsraten jedoch 10x langsamer waren als direkt mit der Fritz!Box überraschte mich ein wenig. Insgesamt bin ich mit der Leistung aber sehr zufrieden.

Zu beachten: Der Repeater wird standardmäßig immer ein eigenes Wlan eröffnen – die SSID ist eine andere als die des „Standard-Wlans“. Nicht schlimm, aber:
Handys und Laptops werden das Repeater-Wlan erst automatisch nutzen, wenn das Wlan in dem sie vorher waren nicht mehr erreichbar ist. Zu diesem Zeitpunkt bekommen sie auch eine neue IP-Adresse. Unweigerlich werden dabei VOIP-Telefonate, Livestreams etc. unterbrochen. Das geht auch anders!
Auf der anderen Seite kann man so immer mit Sicherheit sehen in welchem Netzwerk man sich gerade befindet – in dem des Repeaters, oder im Netzwerk des Routers.

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Der WN10000RP im Wlan Repeater Test – Fazit

Der Netgear WN1000RP ist ein solider Repeater. Sehr gut gefallen haben mir die kompakten Maße und die Bedienung. Die Transferraten gehen meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Weniger gefallen hat mir, dass der WN1000RP leider nicht mit Wlans auf den Kanälen 12 und 13 zusammenarbeitet.
Insgeamt ist der Repeater aber wirklich ein gutes Gerät – in Relation zum Preis von knapp 20 € sogar ein echtes Schnäppchen.

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