Titanfall Beta: Den Erstling von Respawn angezockt

Titanfall – anscheinend ein langersehnter Titel am Computerspielehimmel ist sehr lange an mir vorbei gegangen. Vor kurzem habe ich nur irgendwo gelesen, dass man sich für eine Closed-Beta melden könne. Dies tat ich dann auch – ein Spiel um sonst zocken, warum nicht? Ich hatte keine Erwartungen, kannte nichtmal das Genre aber bekam aber die Chance die Titanfall Beta zu testen.

Was ist Titanfall

Titanfall ist ein rasanter actiongeladenere FPS (First-Person-Shooter). In erster Linie kennzeichnet sich dieses Spiel durch schnelles Movement, dass durchaus mal den Boden verlassen kann. Ihr könnt dank eures Jetpacks extrem hoch springen und mehr oder weniger gut an Wänden lang laufen. Abgesehen von dieser extremen Beweglichkeit erinnern Spielgeschwindigkeit und das Waffenhandling irgendwie an Call Of Duty – zumindest sehr stark an den zweiten Teil der Modern Warfare Serie – dazu aber später mehr. Ein weiteres „Alleinstellungsmerkmal“ dieses Spiels sind die Titans – riesige Kampfroboter, die jedem Spieler zur Verfügung stehen. Diese können nach Ablauf einer gewissen Zeit (ohne es genau gestoppt zu haben vermute ich alle drei Minuten) gerufen werden, fallen vom Himmel und der Spieler kann einsteigen und den Titan anschließend steuern. Einen Eindruck vermittelt der offizielle Titanfall Beta Trailer:


Irgendwie kommt mir einiges bekannt vor… Parallelen zu Call of Duty Modern Warfare 2

… ja … Mensch … Klasse Spiel, aber irgendwie wirkt das ganze doch relativ bekannt. Trotz futuristischer Waffen, riesiger Kampfroboter und außergewöhnlichem Movements hat man das Gefühl etwas altbekanntes zu spielen. Klar: Respawn ist doch auch das Studio das nach der Kündigung des CIOs der Call of Duty Macher (Infinity Ward) durch den Publisher Activision gegründet wurde (Quelle Wikipedia). Ein nicht gerade kleiner Teil der Entwickler – ca. 25 Mann – folgten dem CIO in das Abenteuer Respawn. Titanfall ist nun das Erstlingswerk und anscheinend hat man viele – wirklich gute Dinge – aus Call of Duty übernommen.
Da wäre zum einen das Klassensystem. Wie auch in CoD:MW steht es dem Spieler frei eigene „Charaktere“ zu erstellen und dabei Primär- und Sekundärwaffe samt Aufsätzen frei zu wählen (wenn diese freigespielt wurden). Auch das Perk-System erinnert an CoD:MW. Das Ganze nicht nur Inhaltlich – auch die Menüstruktur erinnert dabei stark an CoD.
Neu: Titans sind eine eigene „Charaktergruppe“ die sich wie der Spieler selbst konfigurieren lassen. In der finalen Version werden sehr wahrscheinlich mehrere Chassis, Waffen und Perks zur Verfügung stehen. Auch hier muss wieder einiges freigespielt werden. Aber soviel vorweg: Die Titanfall Beta motiviert auch schon weiterzuspielen um das bessere Aim der Automatik-Pistole freizuschalten…

Macht das ganze Spaß?

Mit einem Wort: Ja. Ich finde Titanfall wirklich klasse – es spielt sich sehr ähnlich meinem All-Time-Favorite Modern Warfare 2. Unglaublich präzise Waffen, eine hohe Spielgeschwindigkeit und krasses Movement – das ganze ist ein wirklich kurzweiliger Zeitvertreib. Die Titans sind für mich dabei eher eine nette Dreingabe. Meine Vermutung: Die meisten Punkte wird man ohne diese erlangen…
Aktuell gibt es noch nicht viele Spielmodi, was sich aber sehr wahrscheinlich mit der Vollversion ändern wird. In der Titanfall Beta sind nur „Team Deathmatch“, „Last Man Standing“ und „Conquest“ vorhanden (in Titanfall-Sprache „Attrition“, „Last Titan Standing“ und „Hardpoint“).
Die Maps sind wirklich durchdacht – mithilfe der Titans gelangt man keinen übertriebenen Vorteil, kann relevante Stellen teilweise nichtmal im Titan betreten. Das Balancing von Titanfall finde ich wirklich gelungen.
Etwas negativ fällt auf, dass ein Großteil der Gegner die wir über den Haufen schießen können aus Bots besteht. Dies ist unabhängig vom Spielmodi der Fall und lässt Anfangs die Spielgeschwindigkeit noch höher erscheinen und gibt ein „gutes Gefühl“. Sobald man aber merkt, dass man Großteils nur – wirklich super dumme – Bots auf die Flinte nimmt, nimmt die Spaßkurve etwas ab. Hat man aber den Dreh raus und kann Bots von menschlichen Gegenspielern unterscheiden, steigt der Spielspaß wieder. Man weiß, worauf man sich konzentrieren muss.
Nüchtern betrachtet wäre es allerdings schön, wenn mehr als 12 Spieler gegeneinander antreten könnten – ich hoffe dies ist eine Beschränkung der Titanfall Beta und in der finalen Version nicht mehr vorhanden.
Dennoch: Im Gegensatz zu manch anderen Spiel, dass aktuell sogar den Status Vollversion mit DLC bzw. Addon erreicht hat, ist die Titanfall Beta wirklich nahezu fehlerfrei – jedenfalls konnte ich nichts negatives feststellen. Das lässt hoffen, dass auch das finale Spiel vollends – ungetrübt durch Bugs und Fehler – überzeugen kann.


Titanfall Beta: Anforderungen, Grafik, Performance

Titanfall stellt recht moderate Anforderungen an einen PC. Um das Spiel ansatzweise spielen zu können reichen:

  • CPU: AMD Athlon X2 2.8GHz oder Intel Core 2 Duo 2.4GHz
  • RAM: 4 Gigabyte
  • 512MB VRAM, Radeon HD 4770 oder GeForce 8800GT

Auf meinem Testrechner (Xeon 1230v3, 16 Gigabyte RAM, AMD 7970 Ghz) lief dieses Spiel mit maximalen Details zu jederzeit mit über 60 FPS – also wirklich gut spielbar.
Anzumerken ist dabei aber auch, dass die Titanfall Beta – und damit vermutlich auch das endgültige Spiel – keine neuen Maßstäbe in Sachen Grafikpracht setzt. Das Spiel ist „ganz chick“ ohne in irgendeiner Weise einen Aha-Effekt zu erzielen. Die Anforderungen in Relation zur Grafikpracht sind also angemessen.
In Sachen Multiplayer gibt es leider wieder zu vermelden das auch Respawn auf Matchmaking und P2P zu setzen scheint – dies ist bisher allerdings nicht negativ aufgefallen (außer durch die angesprochene Begrenzung auf 6 vs 6 Spieler).

Titanfall

Das Fazit zur Titanfall Beta

Die Beta-Version von Titanfall macht auf jeden Fall Lust auf mehr! Das Spiel wirkt auch zum aktuellen Zeitpunkt schon sehr ausgereift und durchdacht. Leider müssen wir uns bis zur finalen Version mit mehr Waffen, Maps, Titans und Spielmodi noch bis Mitte März gedulden. Es bleibt aber spannend.


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