Dropbox Alternative ownCloud – NSA muss draußen bleiben

Dropbox Alternative ownCloudunter diesem recht reißerischen Titel möchte ich euch heute die Software ownCloud vorstellen. Im Bezug auf „Alternative zu Dropbox“ ist der Titel durchaus ernst gemeint – nur ob die NSA wirklich draußen bleiben muss, dass liegt in weiten Teilen an euch. Doch fangen wir von vorne an…


Dropbox Alternative? – Was ist ownCloud 

Die Software Owncloud bietet euch die Möglichkeit über das Internet auf eure Dateien zuzugreifen – ähnlich wie ihr es von Dropbox kennt. Es handelt sich hierbei also um eine Cloudlösung auf die ihr mittels eines Webfrontends, eines Sync-Clients und auch – und das geht über DropBox hinaus – mittels WebDav zugreifen könnt. Im Gegensatz zu Dropbox ist die Serversoftware – also der Teil der für die Speicherung und Bereitstellung der Daten verantwortlich ist – frei verfügbar. Es steht also Jedem frei einen eigenen ownCloud-Server zu betreiben.


ownCloud läuft fast überall und ist kostenlos

Da es sich bei Owncloud um eine in PHP geschriebene Software handelt ist sie in erster Linie nicht an Betriebssysteme gebunden, sondern verlangt nur einen Webserver mit PHP-Unterstützung und eine Datenbank. Diese gibt es für eine Vielzahl von Betriebssystemen. Windows, Linux und Mac-OS gehören auf jeden Fall dazu. Auch bei der Hardware ist der ownCloud-Server nicht all zu anspruchsvoll. Ein Betrieb auf „normaler“ PC-Hardware, genauso wie auf einem virtuellen Server gehört ja schon zum Standard – darüber hinaus lässt sich die Software aber auch auf vielen NAS-Shares sowie ARM-Entwickler-Boards installieren (Stichwort Raspberri Pi). Grenzen setzen hier in erster Linie die eigenen Anforderungen an die Performance und die Ausstattung. Natürlich gilt auch hier: Je schneller die Hardware, desto komfortabler der Betrieb.

NSA muss draußen bleiben – warum?

Im Zuge der letzten NSA-Veröffentlichungen wurde bekannt, dass auch große Unternehmen nicht Sicher vor Zugriffen durch die NSA sind. Wenn die eigenen Daten nun die eigenen vier Wände verlassen kann man nicht davon ausgehen, dass diese vor unberechtigten Zugriffen geschützt sind. Bei einem selbstgehosteten Betrieb liegt es in erster Linie am Betreiber (also an einem selbst) wie viel für die Sicherheit der eigenen Daten unternommen wird. Durch die Kombination verschiedener Sicherheitsmaßnahmen lassen sich unbefugte Zugriffe – zumindest ohne immensen technischen Aufwand – vermeiden. Ich gehe davon aus das jeder mit den nötigen technischen Verständnis – und den notwendigen technischen Mitteln sich zu jedem IT-System Zugriff verschaffen kann. Es ist nur eine Frage der Zeit – nicht eine Frage Ob es überhaupt möglich ist. Im Gegensatz zu den großen Cloudstoragebetreibern ist es aber viel uninteressanter sich Zugriff zu einem kleinen ownCloud-System zu verschaffen. In Normalfall liegen dort nur die Daten von einer Person, einer Familie bzw. einem Unternehmen – bei Dropbox und Co sind es Millionen von User die gleichzeitig betroffen sind.


Ist die Installation nicht total kompliziert?

Zugegeben: Noch ist die Installation von ownCloud nicht ganz ohne. Für den interessierten Computernutzer jedoch durchaus zu bewerkstelligen. Eine Anleitung wie ihr euer eigenes ownCloud-System schnell und einfach installiert werde ich in Kürze veröffentlichen – damit auch ihr bald in der Genuss der Dropbox Alternative kommt. Es lohnt sich also immer wieder vorbeizuschauen!

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